Reisen im Wohnzimmer

Ich glaube Ludwig Richter war es, der zu einer Italienreise aufbrechen wollte, durch irgendwas abgehalten wurde und schließlich ins Böhmische Mittelgebirge fuhr um zu zeichnen.

So ähnlich ging mir auch neulich, ein kurzer Ausflug in die Lausitz, ein heißer Sonntagnachmittag, die Augen ein bisschen zusammengekniffen an den zweisprachigen Ortsschildern, und schon könnte man auch in der Toscana sein.

Wahrscheinlich tun die Zikaden was man von ihnen erwartet, wenn es nur heiß genug ist oder das Gras trocken. Ich weiß noch nicht mal, ob es einen Unterschied zur deutschen Grille gibt, oder ob Zikade nur mediterraner klingt. Und siehe, der Essigbaum kommt dem flüchtigen Radfahrer doch glatt als Pinie entgegen. Wozu also in die Ferne schweifen. Nur die müden Kühe im Schatten der Eiche, sie geben der LPG keine Milch für einen Parmigiano, bestenfalls für einen Heinrichstaler Käse.
Und ach! wenn der Durst mächtig wird und man nach einer Trattoria Ausschau zu halten beginnt, das beginnt allmählich das Erwachen: so schlecht ist es doch nicht, in die Welt zu fahren.

Matthäus 25.31

31Wenn aber der Menschensohn kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle Engel mit ihm, dann wird er sitzen auf dem Thron seiner Herrlichkeit,
32und alle Völker werden vor ihm versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirt die Schafe von den Böcken scheidet, 33und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Böcke zur Linken.
34Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt!
35Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen.
36Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet. Ich bin krank gewesen und ihr habt mich besucht. Ich bin im Gefängnis gewesen und ihr seid zu mir gekommen.
37Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dir zu essen gegeben, oder durstig und haben dir zu trinken gegeben?
38Wann haben wir dich als Fremden gesehen und haben dich aufgenommen, oder nackt und haben dich gekleidet?
39Wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen?
40Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.
41Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln!
42Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir nicht zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben.
43Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich nicht aufgenommen. Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich nicht gekleidet. Ich bin krank und im Gefängnis gewesen und ihr habt mich nicht besucht.
44Dann werden sie ihm auch antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig gesehen oder als Fremden oder nackt oder krank oder im Gefängnis und haben dir nicht gedient?
45Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht getan habt einem von diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan.
46Und sie werden hingehen: diese zur ewigen Strafe, aber die Gerechten in das ewige Leben.