In den nächsten beiden Wochen…

… gibt es hier Spuren zu besichtigen von Originalschauplätzen meines Manuskripts „Joanna die Täuferin“ -mit den passenden Textstellen, versteht sich. Und zwar führt uns die Reise nach Kaszëbe, in die Kaschubei, westlich von Gdańsk.

Lesen bei Kraszewski

Gestern war Museumssommernacht und ich habe meinen nächsten Leseort besucht. Wunderschön. Es gibt eine kleine Ausstellung über die Hauszeichen der Warschauer Altstadt. Da habe ich doch genau passende Texte:

Direkt neben mir jedoch war ein grober, runder Torbogen, wie aus einem Monolith gemeißelt, über einer alten Eisentür. Schwere Bänder liefen über kreuz und waren fest vernietet. Wie bei einer Kerkertür gab es in Kopfhöhe ein Gitter, einen Sehschlitz. Über der Tür wurde der Torbogen von einem Schlussstein begrenzt. Darauf konnte sich eine kleine Knabenplastik mit knapper Not halten, die Arme ausgebreitet, als spende sie Segen, wie das Christuskind, die Knie leicht gebeugt, wie vor dem ängstlichen Sprung vom Dreimeterbrett.

Literaturfest Meißen – Impressionen

Mit Solidarność-T-Shirt im Park des feinen Dorint- Hotel, passend zur Lesung aus meinem Manuskript „Joanna die Täuferin“, das den Warschauer Sommer 1980 reflektiert.

Tolles Publikum, wirklich zahlreich erschienen, großartige Resonanz. So kann es gerne bleiben.

Lesung auf dem Literaturfest Meißen

Ich lese am Pfingstsamstag um 16.00 Uhr im Garten des Parkhotel Meißen.

Dies ist die Geschichte von Georg N., der nicht nach Westen ging, um dem grauen, schlafenden Land zu entkommen, sondern in den Osten, nach Warschau. Sie führt uns 40 Jahre zurück. Papst Jan Paweł II ist soeben abgereist und Solidarność hat die Türen im Land noch nicht aufgerissen. Nichts weiß Georg von den jüdischen Vierteln der Stadt, nichts vom Warschauer Aufstand, erfährt es erst nach und nach im Bus Nummer 180 und in einer Bierbude im Pole Mokotowskie. In den Kiosken liegen New York Times, SZ, Haaretz und Marlboro, in den Theatern werden Jean Genet und Beckett gezeigt, in den Kinos Polanski, Coppolla und Wajda und in den Läden gibt es Brot, manchmal Butter und Zwiebel, Pepsi Cola und Wodka. Und schließlich irgendwo in der Stadt die schönste Frau, die er je gesehen hatte, und wieder verlor, ohne ihren Namen zu kennen. Aber noch rechtzeitig finden sie sich wieder, so dass der polnische Sommer ´80 beginnen kann, für Polen ein Aufbruch und für Joanna und Georg ein, ein… ein Glück. Gelesen werden verschiedene Episoden aus diesem Projekt unter dem Arbeitstitel „Joanna die Täuferin“.

Lesung aus dem Kapitel Marek I

Am 31. März findet die Finalisten-Lesung des Wettbewerbs „DRESDNER Miniaturen“ statt, um 18:00 Uhr im Hole of Fame auf der Königsbrücker Str. in Dresden.
Extra für Euch habe ich einen kleinen Text aus dem Kapitel Marek I ausgekoppelt und ein wenig zurechtgemacht und als Kurzgeschichte eingereicht. Die kann für sich bestehen, verrät aber noch nichts, was es mit Marek und er Erzählung „Joanna, de Täuferin“ auf sich hat.