Bach300

Gratulation im Nachhinein: Bach300! Du hast es verdient!

Mit Deiner wunderbaren Musik (siehe Video) ist eine der wichtigsten Szenen in meinem Roman verbunden:

Jemand spielte am Klavier ein paar Akkorde, stoppte wieder, begann erneut und sofort setzte mit dunklen, aber bewegten Strichen ein Cello ein! Tatsächlich! Ein Cello! Ein Cello spielte diese wunderbare Melodie, ich kannte sie irgendwoher, eine Melodie wie eine einzige Bewegung, wie ein Bach, gleich nach der Quelle, wie er munter abwärts fließt, bis er in ein ruhiges Becken sich ergießt. Da erklang auch schon eine Sopranstimme: „Wohl mir dass ich Jesum habe…“. Mehr verstand ich nicht. So seltsam, plötzlich deutsche Worte zu hören.
Dann, mitten im Spiel, krachte der Klavierdeckel zu und der Schlag hallte durch die Kirche wie ein Schuss. Hastige Schritte, jemand rief ihren Namen. „Joanna!“

https://youtu.be/yfIzeFtI3rA

Literaturfest Meißen

Literaturfest Meißen – das ist wie Straßenmusik. Ringsum der Lärm der (kleinen) Stadt. Kinder toben am Brunnen. Auf der Bank nebenan plaudern Frauen beim Eisessen. Ein Fahrrad scheppert auf dem Kopfsteinpflaster. Aber nach einer Weile waren die Stuhlreihen gut besetzt. Und alle waren dicht dran an der Lesung meines Kapitels „Johannisnacht“.
Viel Beifall. Frohe Gesichter. Dafür hat sich die Anstrengung gelohnt.
Und dann kommt es: Zwei junge Menschen sprechen mich an. Die Frau sagt: „Es hat uns so gut gefallen. Wir sind ganz gerührt.“
Und dann zitierte sie einen Satz von Joanna: Das ist mein Deutscher – und zeigte auf ihren Freund… Den Rest des Gesprächs führten wir auf Polnisch weiter.
Falls ihr das lest: Ihr ahnt gar nicht, wie mich das gerührt hat.
Falls Ihr das lest – meldet Euch doch mal. Ich würde Euch beiden so gern dieses Kapitel widmen.

Auf dem Lesethron am Heinrichsplatz