Pfingsten 2015

Am Pfingstsonntag um 5:30 schlaftrunken den Tag beginnen. Kann so der Heilige Geist in den Tag kommen? Über der Stadt grau. Im Osten über der Stadt kein Schimmer Sonnenaufgang. Nirgends. Was soll aus dem Tag werden?

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Im grauen, nassen Wald stehen? Nein! Unter einem Himmel aus Grün. Es fehlten freilich die Sonnenflecken vom letzten Jahr.

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7.00 Uhr – man sieht es: die letzten Zuschauer strömen in den Zschonergrund. Immer wieder unglaublich. Ein schönes Konzert von Kurrende, Posaunenchor und der Briesnitzer Kantorei, die in der Frühe schon ziemliche Höhen treffen musste.

Zeit für ein Frühstück, dann singt die Kantorei zum festlichen Pfingstgottesdienst. Wir kommen aus der Kirche – die Sonne kommt durch die Wolken. Unbändige Freude, dass jetzt meine Radtour nach Torgau beginnen kann.

Unzählige Male gefahren – Fast mit geschlossenen Augen erreiche ich Meißen.

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Dann geht es Richtung Riesa durch Auenland. Auf der anderen Elbseite die Weindörfer.
Schloß Hirschberg vor mir.
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So wiederum gelangt man im Schutz der Lindenallee in die Industriestadt Riesa

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Nach 90km erreiche ich die kleine Stadt Belgern und spüre noch auf den letzten Metern im Anstieg die schlampige Übersetzung aus dem Slawischen: Belgern = Bila gora -der Weisse Berg.
Pension Müller. Den Schweiß abduschen. Gleich geht es in das Brauhaus, in die hübsche Gastwirtschaft. In der kehren heute Abend alle ein, die Hunger haben. Auch die anderen Radreisenden des Tages: ein Ehepaar aus Hameln, die auch in der Pension Müller wohnen. Müllers selbst sind natürlich auch im Brauhaus.

Die letzte Sonne auf dem Marktplatz, wo es einen Roland gibt.

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Zurück bei Müllers sitzen wir hoch über der Elbe, auf dem Bila Gora, schauen zu wie sich die Windräder überm Brandenburgischen im roten Abendlicht drehen und es ist schön und es wird immer dunkler.

Nach dem frühen Frühstück fahren die Niedersachsen nach Obersachsen und ich gen Torgau.
Stille, schöne Rast in der schönen Radfahrerkirche in Wehßnig.

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Nach 104km seit Dresden-Brießnitz erreiche ich pünktlich das Ziel. Schloß Hartenfels.

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Der Rest des Tages gilt Luther, der Ausstellung „Luther und die Fürsten“.
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